COSTA Fang des Monats: Tintenfisch

Tintenfisch, Oktopus, Krake – das Debakel der Tentakel
Tintenfische – auch Kalmare genannt – sind eine weltweit verbreitete Köstlichkeit. Während man sie im europäischen Raum meistens frittiert als „Calamari fritti“ genießt, werden sie in Asien überwiegend roh verwendet. Tintenfische kennt man auch unter den Namen Krake, Sepia und Oktopus. Dabei werden sie nach der Anzahl ihrer Arme zugeordnet: Zu den zehnarmigen Tintenfischen zählen Sepien und Kalmare, zu den achtarmigen Tintenfischen zählen Oktopus und Krake. Zoologisch korrekt wäre die Bezeichnung „Kopffüßer“, da sich bei Tintenfischen die Fangarme oder Tentakel direkt am Kopf befinden.

Chamäleon der Meere
Da Tintenfische – außer dem Nautilus – keinen festen Außenpanzer besitzen, haben sie eine Möglichkeit entwickelt, um sich vor Feinden zu tarnen. In der Haut der Tintenfische befinden sich mit Pigmenten gefüllte Zellen, die bei Bedarf aktiviert werden und dafür sorgen, dass die Tiere sich ihrer Umgebung anpassen können. Auch ihre Hautbeschaffenheit können sie regulieren. Die Haut kann glatt, runzelig oder faltig werden. So sind sie noch schwieriger zu entdecken.

Athletische Leistungen

Von wegen langsam wie eine Schnecke! Obwohl Kalmare zu deren zoologischen Verwandten zählen, erinnert ihre elegant anmutende Art der Fortbewegung mehr an die der Fische. Mit ihrem langen, zylinderförmigen Körper sausen sie torpedoartig durchs Wasser und erreichen dabei nicht selten eine Geschwindigkeit von bis zu 3 m pro Sekunde. Zusammen mit ihrer blitzschnellen Tarnungsstrategie halten sie sich so unliebsame Feinde wie Haie und Wale vom Leib.

Auch bei der Jagd ist dieses Talent hilfreich: In Meereshöhlen oder auf dem Meeresboden lauernd, greifen Tintenfische mit ihren Fangarmen blitzschnell zu, wenn Krebse, Muscheln, Schnecken oder kleine Fische in ihre Nähe kommen.

Bei Gefahr sieht der Gegner schwarz
Wenn sich ein Tintenfisch bedroht fühlt, stößt er eine Tinte aus, die in einer speziellen Drüse gebildet und im Tintenbeutel aufbewahrt wird. Durch diese Tinte wird nicht nur das Sehvermögen des Angreifers behindert, sondern auch der Geruchssinn für eine Weile gelähmt, sodass der Tintenfisch unbemerkt verschwinden kann. Die Tinte ist in mediterranen Ländern und bei Gourmets übrigens mindestens genauso begehrt wie der Tintenfisch selbst: Mit der nach Meer schmeckenden dunklen Flüssigkeit werden Nudeln und Reisgerichte schwarz eingefärbt.

Facettenreiche Zubereitungsmöglichkeiten
Während Tintenfische selbst kaum nach Fisch, sondern sehr mild schmecken und vor allem wegen ihrer Konsistenz bekannt sind, besitzt ihre schwarze Tinte einen starken Meeresgeschmack. Verwertbar ist beim Tintenfisch alles bis auf den sogenannten Schulp, den Schalenrest im Inneren des Sepia. Tintenfische sind zudem überaus kalorienarm und liefern neben Vitamin E viele Spurenelemente. Sie schmecken gebraten, gegrillt oder gekocht. Tintenfischringe können paniert und gebraten werden.

Hier finden Sie abwechslungsreiche Inspiration für Ihr nächstes Tintenfisch-Gericht.