COSTA Fang des Monats: Scholle

Ein wahrer Goldfisch
Die Scholle ist neben der Flunder der in Deutschland bekannteste Vertreter der Plattfische. Sie wird auch „Goldbutt“ genannt, was an den zahlreichen hell- bis dunkelroten Flecken auf ihrer Oberseite liegt, die ihr im Wasser einen goldenen Schimmer verleihen.

Lebensraum
Schollen lieben salzreiches, kühles Wasser, weshalb sie sich nie in der Nähe von Flussmündungen aufhalten. Schollen leben im Nordostatlantik vom Weißmeer bis Gibraltar, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Nachts sind sie im flachen Wasser auf Beutejagd, während sie sich tagsüber zum Schutz im Sand vergraben. Ausgewachsene Schollen leben von Garnelen, Krabben und kleinen Muscheln, von Aallarven sowie Kleinstdorschen und Spierlingen.

Verwandlungskünstler

Schollen nehmen die Farbe des Untergrundes an, auf dem sie sich bewegen, und graben sich bei Gefahr im Sand ein. Dann schauen nur noch ihre Augen hervor. Diese Augen sind bei der Scholle übrigens etwas ganz Besonderes. Bereits beim Jungtier beginnt die spektakuläre Umwandlung zum Plattfisch: Das linke Auge wandert über die obere Körperhälfte nach rechts, und die Fische beginnen, mit der linken Körperseite zum Boden gekehrt flach über den Meeresgrund zu schwimmen. Während ein Auge nach vorn und das andere gleichzeitig nach hinten sehen kann, hat die Scholle ringsum alles im Blick und kann bei Gefahr sofort im sandigen Grund verschwinden.

Platt wie eine Flunder
In Form und Färbung sieht die Scholle einer Flunder zum Verwechseln ähnlich. Anders als die Flunder fühlt sich die Scholle durch ihre auffallend kleinen Schuppen allerdings völlig glatt an.

Ein Klassiker aus der Pfanne

Schollen gehören in Deutschland zu den bekanntesten Speisefischen. Das weiße Fleisch der Scholle ist besonders fest und hat einen kräftigen Geschmack. Ein Klassiker der Fischküche ist die leicht mehlierte und in Butterschmalz gebratene Scholle. Man kann den Plattfisch aber auch sehr gut pochieren, grillen oder im Ofen garen.

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